Rechsteiner in den Ständerat

In zahlreichen Leserbriefen und Parteiverlautbarungen wird Paul Rechsteiner zum strammen SP-Parteisoldaten und Gewerkschafter reduziert. Wofür steht er wirklich?

Weder im Parlament noch in der Öffentlichkeit hat er sich je für Abschaffung von Armee und Kapitalismus oder für den EU-Beitritt eingesetzt, wie ihm unterstellt wird. Wer will denn zurzeit im Ernst einen EU-Beitritt? Wir leben sehr gut mit den „Bilateralen“, auch wenn es schwieriger wird!

Rechsteiners Hauptziele sind gerechte, Existenz sichernde Löhne, Eindämmung des Lohndumpings, keine Lohn- und Boni- Exzesse, sichere Renten, Lebensarbeitszeitmodell für die AHV, einen starken Werkplatz Schweiz mit gesunden KMU, geordneter und finanzierbarer Atomausstieg durch Schaffung neuer Arbeitsplätze im Bereich erneuerbarer Energien, bezahlbaren Wohnraum, gerechte Steuern nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, Weiterbildung für alle, Chancengleichheit an den Schulen, flächendeckender Service Public.

Paul Rechsteiner steht also zu den 10 konkreten Projekten der SP-Schweiz: „Für alle statt für ein paar wenige“.

Wo bleibt der Leistungsausweis für Toni Brunner? Er bekämpft gemäss Parteidoktrin aus Zürich alle oben erwähnten Projekte für das Volk und nimmt sogar Verletzungen von Bundesverfassung und internationalem Recht in Kauf. Er wettert bei jeder Gelegenheit gegen unsern mit Abstand wichtigsten Handelpartner EU. Damit gefährdet er die sehr erfolgreichen bilateralen Beziehungen und den guten Ruf der Schweiz.

Michael Hüppi hat bisher keine öffentlichen Ämter bekleidet. Einen politischen Leistungsausweis und damit eine Beurteilung dieser Fähigkeiten gibt es nicht.

Ich wähle deshalb mit grosser Überzeugung Paul Rechsteiner und empfehle Ihnen mit bestem Gewissen dasselbe zu tun.

 

Peter Beyer

SP Balgach/Diepoldsau 12.11.2011